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    <dcterms:title><![CDATA[Artillerie-Pickelhaube für Offiziere der Feldartillerie, Modell 1894 ]]></dcterms:title>
    <dcterms:subject><![CDATA[Artillerie-Kugelhelm, auch als Artillerie-Pickelhaube bezeichnet, späte Vorkriegsausführung, Feldartillerie]]></dcterms:subject>
    <dcterms:description><![CDATA[Der Artillerie-Kugelhelm, auch als Artillerie-Pickelhaube bezeichnet, war die charakteristische Kopfbedeckung der Feld- und Fußartillerie der deutschen Kontingente. Seine besondere Ausführung unterschied ihn von der Pickelhaube der Infanterie vor allem durch den anstelle der Spitze verwendeten Kugelaufsatz. Dieser sollte symbolisch an eine Kanonenkugel erinnern. Die preußische Artillerie übernahm diese Ausführung bereits 1844; weitere deutsche Kontingente folgten im Laufe des 19. Jahrhunderts.<br />
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Die frühen Modelle besaßen noch einen hohen, aus Leder gefertigten Helmkörper mit kreuzförmigem Sockel und eckigem Vorderschirm. Ab 1867 wurden der Sockel des Kugelaufsatzes und der Vorderschirm abgerundet. Das 1871 eingeführte Modell wies bereits die für die spätere Artillerie-Pickelhaube charakteristischen Merkmale auf: einen rückwärtigen Beschlag, den Kugelaufsatz sowie unterschiedliche Kinnriemen beziehungsweise Schuppenketten für Feld- und Fußartillerie. Das vorderseitige Wappen wurde mittels Schraubstiften am Helmkörper befestigt. Bei den verschiedenen deutschen Kontingenten kamen dabei die jeweiligen Landeswappen zur Verwendung; die preußische Garde führte ein besonderes Garde-Adlerwappen.<br />
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Mit den Änderungen von 1894 erhielt der Artillerie-Kugelhelm seine für die Vorkriegszeit typische endgültige Form.  Die Feldartillerie behielt die geschwungenen, für berittene Truppen charakteristischen Messingschuppenketten bei. Diese Version findet sich auch in unserer Sammlung.  Die Fußartillerie verwendete dagegen den ledernen Kinnriemen des Modells 1891. Anders als bei der Infanterie wurde die rückwärtige Belüftungsöffnung zunächst nicht allgemein übernommen. Erst während des Ersten Weltkriegs finden sich entsprechende Ausführungen.<br />
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Neben den ausgegebenen Dienststücken existierten hochwertiger gefertigte privat beschaffte Eigentumshelme. Diese konnten sich insbesondere durch die Qualität der Verarbeitung und der Beschläge von den Mannschaftsdienststücken unterscheiden. Für den Paradegebrauch war bei zahlreichen Artillerieeinheiten zudem ein abnehmbarer Trichter zur Aufnahme eines Haarbusches vorgesehen. Hierfür war auch der Kugelaufsatz abnehmbar.<br />
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Eine letzte wesentliche Veränderung erfolgte 1915. Die nunmehr als Modell 1915 bezeichneten Helme erhielten anstelle der bislang verwendeten Messing-, Tombak- oder Silberbeschläge graue, oxidierte Stahlbeschläge. Gleichzeitig ersetzte ein lederner Kinnriemen die metallenen Schuppenketten. Der Kugelaufsatz wurde bei diesen Helmen abnehmbar ausgeführt. Damit passte sich der Artillerie-Kugelhelm den kriegsbedingten Anforderungen an Materialeinsparung und eine weniger auffällige Gestaltung an.<br />
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Der Artillerie-Kugelhelm dokumentiert damit zugleich die Entwicklung der deutschen Militärkopfbedeckung vom repräsentativen Ausrüstungsstück des 19. Jahrhunderts zur zunehmend zweckorientierten Ausstattung des Ersten Weltkriegs. Seine konkrete Ausführung ermöglicht darüber hinaus häufig eine Zuordnung zu Truppengattung, Kontingent, Rang und teilweise sogar zu einzelnen Regimentern.]]></dcterms:description>
    <dcterms:creator><![CDATA[Serielle Fertigung, Produzent unbekannt.]]></dcterms:creator>
    <dcterms:publisher><![CDATA[Celler Garnison-Museum]]></dcterms:publisher>
    <dcterms:rights><![CDATA[CC BY-SA 4.0]]></dcterms:rights>
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