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              <text>Passierschein-Flugblatt ZG61 der Westalliierten&#13;
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              <text>Mit einer Gesamtauflage von 67.345.800 Exemplaren gehörte ZG61 zu den am häufigsten produzierten alliierten Flugblättern des Krieges. Von diesen wurden nach alliierter Statistik 65.750.000 Exemplare tatsächlich abgeworfen. Die enorme Verbreitung verdeutlicht die große Bedeutung, welche die psychologische Kriegführung der Westalliierten gegen Ende des Krieges einnahm.&#13;
&#13;
Gestalterisch war das Flugblatt auffällig ausgeführt. Es wurde in den Farben Rot und Grün gedruckt und trug auf der Vorderseite den Namen sowie die gedruckte Unterschrift des Oberbefehlshabers der alliierten Streitkräfte in Europa, General Dwight D. Eisenhower. Die Verwendung seines Namens sollte dem Dokument besondere Glaubwürdigkeit verleihen und den deutschen Soldaten signalisieren, dass die darin enthaltenen Zusicherungen von höchster militärischer Stelle autorisiert waren.&#13;
Der eigentliche Charakter des Flugblattes war der eines Passierscheins um sich ergeben zu können. Deutsche Soldaten konnten das Dokument bei einer Gefangennahme vorzeigen, um ihre Absicht zur kampflosen Übergabe deutlich zu machen. Damit sollten Ängste vor Misshandlungen oder Vergeltungsmaßnahmen reduziert und die Bereitschaft zur Aufgabe erhöht werden.&#13;
&#13;
Besondere Bedeutung kommt der Rückseite des Flugblattes zu. Dort befand sich ein ausführlicher Text mit dem Titel „Grundprinzipien des Völkerrechts bezüglich Kriegsgefangener“. In diesem wurden wesentliche Bestimmungen des internationalen Kriegsrechts erläutert. Die Alliierten versuchten dadurch, den deutschen Soldaten zu verdeutlichen, dass ihnen nach einer Gefangennahme bestimmte Rechte zustanden und dass die westlichen Streitkräfte beabsichtigten, diese Bestimmungen einzuhalten. Die Hinweise auf die Regeln des Völkerrechts sollten Vertrauen schaffen und die Glaubwürdigkeit der Kapitulationsaufforderung stärken.&#13;
&#13;
Neben der regulären Luftabwurfversion existierte auch eine deutlich kleinere Variante desselben Flugblattes. Diese trug die Bezeichnung ZG61A und war hinsichtlich Gestaltung und Inhalt nahezu identisch mit der größeren Ausgabe. Im Unterschied zur Standardversion wurde sie jedoch nicht von Flugzeugen aus abgeworfen. Stattdessen erfolgte ihre Verbreitung mittels spezieller Artillerie-Flugblattgranaten, die die Druckerzeugnisse direkt über den gegnerischen Stellungen verteilten. &#13;
&#13;
Das Flugblatt ZG61 stellt ein bedeutendes Beispiel für die psychologische Kriegführung der Westalliierten in der Endphase des Zweiten Weltkrieges dar. Seine außergewöhnlich hohe Auflage, die prominente Verwendung des Namens Eisenhower sowie die Verbindung von Kapitulationsangebot und völkerrechtlichen Garantien machen es zu einem wichtigen historischen Dokument der alliierten Bemühungen, den Widerstand deutscher Truppen zu schwächen und den Krieg in Europa zu verkürzen. &#13;
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              <text>Das Flugblatt ZG61 gehört zu den bekanntesten und am weitesten verbreiteten alliierten Propaganda- und Passierscheinflugblättern des Zweiten Weltkrieges. Es wurde von den westalliierten Streitkräften im Zeitraum von September 1944 bis März 1945 über dem Deutschen Reich und den von deutschen Truppen besetzten Gebieten eingesetzt. Ziel dieser Maßnahme war es, deutsche Soldaten zur kampflosen Aufgabe zu bewegen und ihnen gleichzeitig die Gewissheit zu vermitteln, bei einer Gefangennahme entsprechend den Bestimmungen des Völkerrechts behandelt zu werden.</text>
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              <text>CC BY-SA 4.0</text>
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              <text>Celler Garnison-Museum</text>
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