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Wechselnde digitale Ausstellungen, kuratierte Themen und historische Vertiefungen.
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Objekte, Dokumente und Fotografien aus fast vier Jahrhunderten Garnisonsgeschichte.
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Im Verlauf des 17. Jahrhunderts gewann Celle als befestigter Ort zunehmend strategische Bedeutung. Die Stadt war von modernen Festungsanlagen umgeben, die im Zuge der kriegerischen Auseinandersetzungen jener Epoche ausgebaut wurden. Im Jahre 1617 ließ Herzog Christian 50 Reiter und 200 Fußsoldaten anwerben und begründete damit das stehende Heer in seinem Herzogtum. Kurz nach 1620 wurde diese Truppe auf 450 Mann verstärkt. Sie nahm 1626 den Bürgern den lästigen Torwachtdienst ab und galt ab diesem Zeitpunkt als Garnison der Stadt Celle.
Im 18. Jahrhundert, insbesondere während der Personalunion zwischen dem Kurfürstentum Hannover und dem Königreich Großbritannien, gewann die Region zusätzlich an militärischer Relevanz. Im Kontext europäischer Konflikte wie dem Siebenjährigen Krieg wurden auch in Celle wiederholt Truppen konzentriert und verlegt. Erst die tiefgreifenden politischen und militärischen Umbrüche im Zuge der Napoleonischen Kriege führten zu einer grundlegenden Neuordnung der militärischen Strukturen und leiteten damit eine neue Phase in der Entwicklung der Celler Garnison ein. Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft und der Neuordnung Europas auf dem Wiener Kongress wurde das Königreich Hannover wiederhergestellt, und Celle gewann erneut an Bedeutung als militärischer Standort.
Mit dem Eintritt in das Kaiserreich nach der Reichsgründung im Jahr 1871 verstärkte sich die militärische Bedeutung Celles weiter. Die Garnison wurde ausgebaut und an die Bedürfnisse eines expandierenden Heeres angepasst. Neue Bauprojekte ergänzten die bestehenden Anlagen, während ältere Gebäude modernisiert wurden. Die Kasernenarchitektur dieser Zeit zeichnete sich durch Funktionalität, Dauerhaftigkeit und eine repräsentative, oft historisierende Gestaltung aus, die den militärischen Anspruch des Deutschen Kaiserreiches widerspiegelte. Diese Bauten folgten weitgehend einheitlichen architektonischen Prinzipien: großzügige Exerzierplätze, langgestreckte Mannschaftsgebäude in massiver Ziegelbauweise sowie ergänzende Funktionsgebäude wie Stallungen, Magazine und Werkstätten prägten das Erscheinungsbild.
Nach der Niederlage von 1918 und dem Versailler Vertrag werden nahezu alle traditionellen Celler Verbände aufgelöst. Freikorps und kleine Reichswehrverbände verbleiben zeitweise in der Stadt; Anfang 1933 umfasst die Garnison nur noch etwa 300 Soldaten.
Die nationalsozialistische Aufrüstung lässt Celle erneut zu einem bedeutenden Militärstandort anwachsen. Neue Kasernen, Heeresgasschutzschule, Nebel-Lehr- und Versuchsabteilung sowie der Fliegerhorst Wietzenbruch entstehen; 1939 zählt die Garnison mehr als 3.000 Soldaten. Das Kriegsende ist mit dem Luftangriff vom 8. April 1945, dem Verbrechen an KZ-Häftlingen und der Einnahme der Stadt durch britische Truppen am 12. April 1945 verbunden.
Nach 1945 wird Celle zunächst britische Garnisonstadt. Ab 1956 kommen Einheiten der neu gegründeten Bundeswehr hinzu. Die britische Präsenz endet erst 2012 nach 67 Jahren; zugleich führen die Truppenreduzierungen seit den 1990er Jahren zu einem starken Bedeutungsverlust des Militärs im Stadtbild. Seit 2016 nimmt die Bedeutung der Garnison wieder zu. Ein Beleg hierfür ist das Entstehen des Ausbildungs- und Übungszentrums Luftbeweglichkeit. 2022 wird die Lehrgruppe D (Delta) der Unteroffizierschule des Heeres in Celle aufgestellt. Diese übernimmt die Ausbildung angehender Unteroffiziere und stellt damit einen wesentlichen Bestandteil der Personalentwicklung innerhalb des Heeres dar. Im Mittelpunkt stehen neben der Vermittlung militärischer Fachkenntnisse insbesondere die Ausbildung von Führungsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und sozialer Kompetenz.
Hafenstraße 4
29223 Celle
Telefon: +49 5141 12-4590
Email: garnisonmuseum@celle.de
Internet: www.celle.de/garnison-museum
Samstag: 10 - 13 Uhr
Vom 1. Dezember bis inkl. 28. Februar sowie feiertags ist das Museum geschlossen
Besuche und Führungen außerhalb dieser Zeiten sind nach Anmeldung i.d.R. möglich.
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